Geeignete Bodendecker für Cypripedien


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Abgeschickt von Friedrich Fellner am 14 Juni, 2005 um 21:40:08

Hallo!

Hier möchte ich zwei Bodendecker für Cypripedien vorstellen. Ich habe beide jetzt das dritte Jahr in Verwendung, und möchte Vor- und Nachteile erörtern. Übrigens habe ich beide in Gartencentern gekauft. Die beste Zeit, zu der diese Pflanzen erhältlich sind, ist zu Saisonbeginn im Frühjahr.

Bruchkraut - Herniaria glabra:

Geeignet für halbschattige Bereiche. Wächst gut und vermehrt sich aus Samen. Höhe maximal 10cm. Schnittverträglich. Bildet nur feine, aber mit der Zeit dichte Wurzeln aus, die erwachsene Cypripedien aber nicht beeinträchtigen. Bildet mit der Zeit einen grünen Teppich, und schützt die Orchideen im Sommer vor Austrocknung, aber vor allem vor Überhitzung im Hochsommer. Im Winter bei Barfrost dient die Pflanze ebenfalls als Temperaturpuffer. Geeignet für alle größeren Cypripedien die halbschattig wachsen.(also recht viele Arten).

Nachteile:
Volle Sonne wird nicht so gut vertragen.(wird gelblich), Trockenheit ebenfalls nicht. Wächst mit der Zeit "zu gut", zumindest bei kleineren Cypripedium-Arten oder -Jungpflanzen nur empfehlenswert, wenn man das Bruchkraut von Zeit zu Zeit zurechtstutzt.


Porzellansternchen - Houstonia caerulea:

Geeignet für sonnige, feuchtere Bereiche (z.B. mit Cyp. reginae, Cyp. 'Ulla Silkens'). Wächst gut, aber vermehrt sich nicht selbst. Zur Vermehrung einfach nach der Blüte abschneiden und einsetzen - fertig. Vorteil für die alten Pflanzen, sie werden schön dicht. Höhe maximal 10cm. Schnittverträglich. Bildet nur feine Wurzeln aus. Wuchert nicht. Schützt die Pflanzen vor Überhitzung im Hochsommer. Im Winter bei Barfrost dient die Pflanze ebenfalls als Temperaturpuffer. Blüht lange (mind. ein Monat), zur gleichen Zeit wie wie Cyp. reginae und 'Ulla Silkens'. Kann auch bei kleineren Cypripedien verwendet werden, da die Ausbreitung der Pflanze gering ist.

Nachteile:
Für schattigere oder trockenere Bereiche nicht sehr geeignet.

Übrigens sind beide Arten frosthart.(bis –18 °C Grad getestet) und sind einen Versuch wert.


Grüße

Fritz Fellner


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